Jugendkart-Slalom MC Lauf am 02. Mai 2026

Am 2. Mai, und damit ungewohnt früh, veranstaltete der MC Lauf seinen Jugendkart-Slalom auf dem Mitarbeiterparkplatz der Fa. Eugen Wexler im Laufer Industriegebiet.

Aber der neue Termin war nicht die einzige Neuerung beim MC Lauf: Auf Initiative unseres Jugendleiters Markus Terschanski-Knorr hat sich unsere Vorstandschaft entschlossen, endlich neue Jugendkarts anzuschaffen. Nach eingehender Beratung und genauem Abwägen von „Für“ und „Wider“ wurden Anfang des Jahres zwei „Mach 1“ Elektro-Karts Cratos H bei der Fa. Hetschel in Auftrag gegeben. Nachdem der für Ende März avisierte Liefertermin immer weiter nach hinten verschoben wurde, konnten wir gerade 2 Wochen vor unserer Veranstaltung die neuen Karts abholen. Es blieb also sehr wenig Zeit, die neuen Fahrzeuge richtig auszutesten und eventuelle Probleme zu identifizieren. Aber die neuen Sportgeräte erwiesen sich als völlig problemlos. Sie liefen von der ersten Fahrt an völlig fehlerfrei und die Akkus überraschten mit nicht erwarteter Performance.

Am Tag der Veranstaltung war uns Petrus traditionell wieder wohlgesonnen und die Sonne lachte bereits zum Aufbau am frühen Morgen vom blauen Himmel. Um 9 Uhr ging es los mit den 7- – 9-Jährigen aus der K 1. Nach dem obligatorischen Warmfahren (der Reifen – Elektromotoren müssen ja nicht warmgefahren werden 😉) zeigten die 7 Buben und 2 Mädchen keine Scheu vor den ungewohnten E-Karts. Wenn man die Ergebnisse betrachtet, darf man nicht vergessen, dass gerade in dieser Klasse Anfänger, die erst seit kurzer Zeit trainieren auf kleine „Profis“ treffen, die seit mehreren Jahren im Kart sitzen. Und deshalb können gerade in dieser Klasse, die Namen, die diese Mal noch weiter hinten in der Ergebnisliste zu finden sind, bei steigender Routine plötzlich ganz vorne zu finden sind.

Der Sieger in der K1 am 02. Mai hieß Magnus Strohmeier vom MC Ansbach, gefolgt von Peppe Höpe vom MSC Röthenbach und Magnus‘ Vereinskollegen Louis Koch. Rudolf Brunsch vom MC Lauf glänzte im ersten Wertungslauf mit der zweitbesten Zeit in der K1, konnte aber nach drei geworfenen Pylonen im zweiten Lauf ein Abrutschen auf Platz 5 leider nicht verhindern. Die zweite Laufer Starterin, Lara Wallner, hat erst vor kurzem mit dem Training begonnen und kam nach zwei fehlerfreien Läufen auf Platz 8 ins Ziel. Der Autor dieser Zeilen ist sich sicher, dass wir diesen Namen in der nächsten Zeit viel weiter vorne finden werden.

Unter den 15 Teilnehmern der K 2 fand man bereits 6 Mädchen, und das auch ohne Quotenregelung 😊. Und auch auf dem Siegerpodest waren die Plätze 2 (Lea Koch vom MC Ansbach und 3 (Lea Munkert vom MSC Röthenbach) weiblich besetzt. Nur der 1. Platz ging mit Tim Voh vom MSC Auerbach an einen Vertreter der männlichen Zunft. Für Tim Trautmann als einziger Vertreter des Veranstaltervereins wäre ohne die zwei Strafsekunden wegen einer geworfenen Pylone sogar der zweite Platz in Reichweite gewesen. Aber auch mit seinem 5. Platz kann man mehr als zufrieden sein.

In der Mittagspause konnten auch die Streckenposten unsere hervorragenden Grillwürste und kühle Getränke genießen. Bei den Karts wurden vorsichtshalber die Akkus gewechselt, obwohl sie auch nach drei Klassen immer noch deutlich über 50 % Ladekapazität aufwiesen. Nachdem dann Mensch und Maschine frisch gestärkt waren, ging es pünktlich um 13:30 Uhr mit der K4 weiter.

Die K4 war mit 17 Startern die teilnehmerstärkste Klasse des Tages. Hier konnte mit zwei Topzeiten unser Lokalmatador Bastian Weber den obersten Podestplatz erringen. Platz zwei belegte der Haßfurter Dominik Froese. Luca Sebald vom MSC Auerbach musste nach einem Pylonenfehler in Lauf zwei mit dem dritten Platz vorliebnehmen. Von den weiteren Laufer Teilnehmern belegte Leopold Hartmann nach einer soliden, fehlerfreien Vorstellung den 7. Platz. Oliver Schlenk auf Platz 11 musste seiner Nervosität mit einer Pylone Tribut zollen, während Bernardo Brunsch wegen doppeltem Pylonenpech in dieser sehr schnellen Klasse bis auf Rang 15 zurückfiel. In der familieninternen Wertung hatte er aber, mit einer Pylone weniger als sein Bruder Rudolf in der K 1, die Nase vorn.

Richtig spannend wurde es dann nochmal bei den „Großen“ aus der K 5. Noel Knorr, Sohn des Laufer Jugendleiters, legte mit 32,82 Sek. im ersten Wertungslauf die einzige Zeit unter 33 Sekunden vor. Louis Sebald vom MSC Auerbach konnte mit 33,17 Sek. den Rückstand noch begrenzen. Die Gebrüder Michael und Matthias Janssen folgten mit 33,45 und 33,66 Sek. denkbar knapp dahinter. Im alles entscheidenden zweiten Wertungslauf eröffnete Michael Janssen mit 33,70 Sekunden. Louis Sebald konterte nervenstark mit einer Superzeit von 32,89 Sekunden. Direkt dahinter musste Noel Knorr die Nerven bewahren und durfte sich keinen Ausrutscher erlauben. Nach einer Fahrt am absoluten Limit blieb die Uhr bei sensationellen 32,85 Sek. stehen…aber eine geworfene Pylone vereitelte den Klassen- und Gesamtsieg, der an Louis Sebald ging. Matthias Janssen schob sich als letzter Starter aus der Favoritengruppe mit 33,26 Sek. sogar noch an seinem Bruder Michael vorbei auf Platz 2. So blieb unserem Noel immerhin die „Holzmedaille“ und Platz 4 in der Klassenwertung, 5/100 Sek. vor Jan Kundner vom MC Ansbach. Eine weitere winzige 1/100-Sekunde dahinter holte sich Emilia Kalz, ebenfalls vom MC Ansbach, Platz 6 und den Sieg in der Damenwertung des Tages. Chapeau! Spannender kann Motorsport nicht sein!

Mit der Siegerehrung der K 5 fand ein Tag mit großem sportlichem Wettbewerb, aber auch mit viel Spaß und Kameradschaft seinen Abschluss. Dem Helferteam blieb noch die Aufgabe, den Platz zu räumen, damit der Mitarbeiterparkplatz für die nächste Schicht bei der Eugen Wexler GmbH wieder zur Verfügung steht.

Unser Dank gebührt allen fleißigen Helfern vor Ort, den Streckenposten, dem Catering Team, unseren Sanitätern vom BRK-Lauf, der Fa. Eugen Wexler für die Zurverfügungstellung des Platzes, allen Gästen von nah und fern und Allen, die wir vielleicht vergessen haben gesondert zu benennen! Vielen Dank für Alles!

Unser Fazit zu unseren neuen E-Karts: Der Schritt zur E-Mobilität im Bereich Jugendkart-Slalom war für uns der einzig richtige Weg. Von der Kostenseite betrachtet war zwar die Anschaffung etwas teurer als bei Verbrennerkarts, aber das relativiert sich sehr schnell. Wir haben festgestellt, dass eine Akkuladung für ein komplettes Samstagstraining ausreicht. Gerade bei den aktuellen Benzinpreisen bedeutet dies einen Bruchteil der Treibstoffkosten für Verbrennerkarts. Der Zahnriemenantrieb läuft nicht nur leiser, sondern auch verschleiß ärmer als der Kettenantrieb unserer bisherigen Verbrenner. Umweltauflagen des Landratsamtes entfallen, bzw. werden hinfällig. Ohne Emissionen brauchen wir auch keine Lärmgutachten o.ä. für das Genehmigungsverfahren. Die Förderung seitens des ADAC Nordbayern ist bedeutend vorteilhafter als bei Verbrennern. Und nicht zuletzt ist es mehr als angenehm, so geräuscharm zu trainieren. Man kann jegliche Gespräche in normaler Lautstärke führen und ist nach dem Training bedeutend entspannter. Und auch wenn manche ‚Petrolheads‘ argumentieren, Motorsport ohne Motorenlärm erzeuge keinerlei Emotionen, kenne ich niemanden, dem beim Geräusch eines Viertakt-Rasenmähers (und genau so klingen die Verbrennerkarts) wohlige Schauer über den Rücken laufen 😉.

Viele dieser Vorteile hatten wir so nicht erwartet, sind aber im Nachhinein weitere Pluspunkte, die uns in unserer Entscheidung bestätigen.

Die Ergebnisse:

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