Auch heuer hieß es wieder, alles (fahr-)bereit machen und ran an die mit 2, 3 oder 4 Rädern bereiften Young- bzw. Oldtimer zur traditionellen ADAC Oldtimerfahrt Nürnberger Land Classic.
Am Morgen des 12.07.2026 war es dann endlich soweit. Mit insgesamt 87 Nennungen war das Teilnehmerfeld sehr gut aufgestellt.
Am Start waren 7 Oldtimer Motorräder, 71 Oldtimer PKW (Fahrzeuge die mindestens 30 Jahre alt sind) und 7 Youngtimer PKW (Fahrzeuge die mindestens 20 Jahre alt sind). Zwei Oldtimerfreunde waren, aus welchen Gründen auch immer, am Morgen nicht erschienen. Das betagteste Automobil war der Opel Super 6 von Ann-Katrin und Max Schmitt aus dem Jahr 1937 die sich in ihrer Klasse am Ende Platz 1 und in der Gesamtwertung Platz 10 sichern konnten. Bei den Oldtimer Motorrädern ging es mit der Maschine von Thomas Friedel sogar bis ins Jahr 1928 zurück. Der erfahrene Pilot und seine 11 PS starke NSU 501T holten sich in der Gesamtwertung der Motorräder den Sieg.
Bei blauem Himmel und strahlendem Sonnenschein versammelten sich die mobilen Schmuckstücke am „Alten Schulhof“-Parkplatz in Lauf. (An dieser Stelle dürfen wir vorwegnehmen, dass es Petrus den gesamten Tag sehr gut mit uns meinte und die Sonne so gut wie nie verdeckte. Er scheint wohl auch ein Motorsportfreund zu sein. 😉)
Nach der Papierabnahme mit Übergabe der Fahrtunterlagen im Rallyezentrum “Industriemuseum Lauf” stärkten sich die Teilnehmer (und -innen) bei unserem reichhaltigen Frühstücksangebot. In der „Riedener Mühle“ zauberte das Küchenteam des MC Lauf ein Frühstücksbuffet, das keine Wünsche offenließ. Nach Kaffee, Brot und Brötchen, und nicht zuletzt den leckeren Wurst- und Käsekreationen der Metzgerei Weber aus Lauf, stimmte der Fahrtleiter Peter Gehret mit der Fahrerbesprechung alle Teilnehmer auf die kommenden Stunden ein.
Danach ging’s ab 09:30 Uhr im Minutenabstand ab auf die Strecke und der Spaß, oder auch die Herausforderung für Mensch und Maschine, konnte beginnen.
Die erste Prüfung ließ auch nicht lange auf sich warten. Bereits nach kurzer Anfahrt auf den historischen Laufer Marktplatz mussten die Teilnehmer eine Strecke von ca. 20 Metern in genau 5 Sekunden bewältigen. Jede Zehntelsekunde Abweichung von der vorgegebene 5 Sekundenmarke wurde mit Strafpunkten geahndet.
Danach ging es zum Parkplatz des Rewe Marktes der Familie Fix in Neunkirchen a. Sand / Speikern. Dort mussten die Old- und Youngtimerpiloten bei der sog. „Fahrzeug-Mitte“ das Fahrzeug so auf eine quer zur Fahrzeuglängsachse verlaufende Linie pilotieren, dass sich diese Linie genau in der Fahrzeugmitte befand. Jeder cm Abweichung ergab einen Strafpunkt.
Im Anschluss wartete dann eine landschaftlich attraktive Runde vorbei am alten Rothenberg bis nach Lilling. Dort angekommen wartete die 3. Wertungsprüfung, der “Seitenabstand”. Hier war die Aufgabe das Fahrzeug in einem seitlichen Abstand von 50 cm zu einem am Boden liegenden Balken zu positionieren. Jeder cm Abweichung zur Zielvorgabe hatte – wen wundert’s – Strafpunkte zur Folge.
Vorbei an Hiltpoltstein und Velden führte die Route zum Parkplatz der ECKART Werke in Güntersthal. Dort galt es, sein Fahrzeug von einer Startlinie aus, genau 1,25 m nach vorne zu fahren. Auch hier brachte jeder cm zu viel oder zu wenig einen Strafpunkt mit sich.
Nachdem die Piloten die malerische Landschaft rund um Oberachtel, das Hirschbachtal und Hohenstadt durchquerten, durften sie auf dem Parkplatz der Reifen Lorenz Filiale in Hersbruck bei der Wertungsprüfung 5 „Frontabstand“ ihre Abstandsschätzkünste unter Beweis stellen. Das Fahrzeug musste dabei in einem Abstand von 300 cm mit der Front zu einem Garagentor herangefahren werden. Jeder cm Abweichung zum Sollwert brachte hier einen halben Strafpunkt ein.
Die Route führte dann über Unter- und Oberkrumbach, Kersbach und Speikern wieder zum Marktplatz in Lauf, wobei die Vormittagsrunde mit der beliebten Prüfung „Zwischenraum Mitte fahren“ endete. Bei dieser Prüfung war es die Aufgabe sein Fahrzeug so zwischen zwei Holzgattern zu positionieren, dass das Fahrzeug genau in deren Mitte steht. Unnötig zu erwähnen, dass jeder Zentimeter Abstand zu viel oder zu wenig wieder Strafpunkte einbrachte.
Nach diesen sechs spannenden und anspruchsvollen Wertungsprüfungen ging es zurück ins Rallyezentrum im Industriemuseum. Der aufregende Vormittag und die sommerlichen Temperaturen brachten die Teams etwas ins Schwitzen. Bei lockerer Atmosphäre versorgte das Küchenteam des MC Lauf die Teilnehmer mit fränkischen Schmankerln der Metzgerei Walter aus Ottensoos sowie erfrischenden Getränken der Brauerei Rittmaier aus Hallerndorf bei Forchheim.
Nach anregenden Benzingesprächen und schmackhafter Stärkung mit Schäufele, Bratwurst und Co. wartete die erste Spaßprüfung „Kuchen Backen“. Mit kleinen Schaufeln musste dabei so viel Sand in eine Schüssel gefüllt werden, dass das Gesamtgewicht der Schüssel mit Sand genau 1250 g betragen sollte.

Um 14:05 Uhr starteten dann die ersten Teilnehmer auf die Nachmittagsrunde. Bei der Fahrt über kleine Nebenstraßen zum Parkplatz des REWE-Marktes Mayer in Gräfenberg konnte man die Seele baumeln lassen und bei geöffnetem Fenster oder Verdeck die wunderschöne mittelfränkische Landschaft genießen.
Am Parkplatz angekommen wartete die zweite Spaßprüfung „Parallel Zueinander“. Dabei mussten die Teams versuchen, einen Ball auf 2 parallel gespannten Schnüren über insgesamt 10 Eimer zu balancieren. Traf man dabei mit dem Ball den letzten Eimer in der Reihe konnte man ohne Strafpunkte seine Fahrt fortsetzen.
Nachdem die Teilnehmer gewichtsempfindliche Hände und ruhige Nerven innerhalb der Aufgabe bewiesen hatten, traten sie den Rückweg nach Lauf über Weißennohe, Igensdorf, Bullach und Simonshofen an.
Zurück im Industriemuseum Lauf wartete eine große Auswahl an leckerem Kaffee und Kuchen auf die Teilnehmer, um den Tag ausklingen zu lassen oder das Industriemuseum zu besichtigen. Der direkt an der Pegnitz gelegene, großzügige Außenbereich gab die richtige Kulisse um die Teilnehmerinnen und Teilnehmer bei der Siegerehrung um 18:00 Uhr mit hübschen Pokalen zu ehren.
Von allen Seiten durften wir uns über Lob und Zuspruch zu unserer Veranstaltung freuen. Unser Dank gilt vor allem allen Helferinnen und Helfern des MC Lauf sowie des AC Altdorf. Weiterhin möchten wir uns beim Industriemuseum Lauf sowie der Stadt Lauf bedanken die uns bei unserer Veranstaltung tatkräftig unterstützten und erst diesen wundervollen Rahmen schaffen konnten. Die Brauerei Rittmayer aus Hallerndorf möchten wir besonders dankend erwähnen, da uns diese mit leckeren und erfrischenden Getränken versorgte, die an diesem Tag dringend notwendig waren.
Unser Dank gilt auch den Firmen Rewe Fix aus Neunkirchen am Sand/Speikern, Genusshof Pingold in Lilling, ECKART GmbH in Hartenstein, Reifen Lorenz in Hersbruck sowie Rewe Mayer in Gräfenberg die uns ihre Außenflächen so bereitwillig überließen, damit die Wertungsprüfungen stattfinden konnten. Bedanken möchten wir uns auch bei allen beteiligten Behörden und Stellen, Kuchenspendern, Zuschauern, und allen anderen, die den Erfolg unserer ADAC Oldtimerfahrt Nürnberger Land Classic 2026 erst möglich gemacht haben.
Vielen Dank und gerne wieder im Juli 2027!
Und zum guten Schluß …
Die Ergebnisse findet ihr hier: Ergebnisse NLC 2026
Alle Bilder in hoher Qualität zum Runterladen findet ihr hier:
Bilder WP 4 – Parkplatz Eckart Werke
Spaßprüfung 1 – „Kuchen backen“ im Industriemuseum während der Mittagspause
























































